Aktuell: Entdecke Kunst in Deiner Stadt mit Anja

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Die frisch gebackene Kunsthistorikerin Anja möchte nach erfolgreichem Studium ein Volontariat bei den Kunstsammlungen Chemnitz beginnen. Um ihre Eignung für diesen Job unter Beweis zu stellen, soll sie die seit kurzem verschollenen Kunstwerke einiger junger Chemnitzer Künstler aufspüren. Um diesen Job erledigen zu können, muss sie sich im Rahmen verschiedener Projekte zunächst etwas intensiver mit der gegenwärtigen Kunst in Chemnitz auseinandersetzen. Zwar ist Anja eine begnadete Kunsthistorikerin, aber leider völlig unbegabt, die Kunstwerke in Chemnitz ausfindig zu machen. Hier ist Deine Hilfe gefragt...




 

Wenn Ihr Anja helfen wollt, dann schaut auf geocaching.com vorbei. Wir haben fünf Geocaches versteckt, die Euch Kunst in Chemnitz zeigen. Mehr dazu hier:

http://coord.info/GC40NV7
http://coord.info/GC41030
http://coord.info/GC40J0A
http://coord.info/GC41020
http://coord.info/GC40MDY

 

2012 - heute: ArtBugs

Im Rahmen unserer Geocache-Serie Kunst in Deiner Stadt haben drei junge Chemnitzer Künstler jeder ein Kunstwerk erschaffen, jeweils in einer Auflage von vier Exemplaren. Die einzelnen Kunstwerke haben wir mit einem TravelBug kombiniert. So sind unsere ArtBugs entstanden, welche jetzt um die Welt reisen.

Die ArtBugs 2012 Serie:

Franziska Kurz: Fassaden

Franziska hat auf insgesamt vier Fliesen ein Motiv ihrer Serie "Fassaden" gedruckt. Alle vier Exemplare ergeben das komplette Bild. Auf der Homepage von Franziska Kurz könnt ihr euch weitere Bilder anschauen.


Philipp Fröhlich: Kopf
Das Kunstwerk von Philipp trägt den Namen Kopf und ist ein Daumenkino, welches einen 360° Grad Rundgang um den Karl-Marx-Kopf ermöglicht.
Frank Müller: Stadtbäume

Frank verbindet in seiner Arbeit Fotografie und Umgebungsklang. Sein Kunstwerk befindet sich auf dem USB-Stick. Mehr über seine Kunst findet ihr hier: Klangpinnwand.

2012: Urbane Gemütlichkeit

Vom 1.12.2012 bis 8.12.2012 zeigten die Jungen Kunstfreunde in einem leerstehenden Ladengeschäft auf dem Chemnitzer Brühl eine Rauminstallation von Jonathan McNaughton und Steffen Volmer. Im Rahmen der Ausstellung fand zusätzlich ein Konzert des Chemnitzer Liedermaches Maik Müller und ein Gesprächsabend zur Thematik „Beteiligung junger Erwachsener am Stadtentwicklungsprozess“ in den Kunstsammlungen statt. Ergänzt wurde die Ausstellung auf dem Brühl durch einen weiteren Beitrag des Künstlers Jonathan McNaughton in der Boxxx.Galerie im Hofe des Weltecho. 

 

Auszug aus dem Flyer:
Immer wieder wird versucht, im Stadtbild Orte der Erholung zu schaffen, in denen wir das Gefühl von Gemütlichkeit vermittelt bekommen sollen. Gemütlichkeit ist Behaglichkeit, Wärme, Ruhe und Freiheit. Man findet sie in beschaulich eingerichteten Zimmern oder beim Spazieren in freier Natur. Sie ist notwendige Erholung und damit Gegenpol zu unserer immer schneller werdenden und hektischen Umgebung. Um Orte der Erholung auch im urbanen Stadtbild zu schaffen, wird das Gefühl der Gemütlichkeit mit künstlichen Gebilden in öffentliche Räume übertragen. Dabei bleibt die reine Projektion gängiger Zeichen und Symbole, die mit den Kategorien Natur, Bequemlichkeit und Entspannung kodiert sind, an der Oberfläche. So werden Verdrängungsprozesse, steigende Mieten und Privatisierungen öffentlicher Räume außer Acht gelassen. Die Frage nach Besitzverhältnissen innerhalb einer Stadt, die Ausrichtung einer Stadtentwicklung nach den Bedürfnissen der in ihr lebenden Menschen, tritt in weite Ferne. Die Simulation eines heimeligen Gefühls ist somit nur Teil einer Überblendungsstrategie. Zur Aufhebung der Widersprüche, die mit der neoliberalen Stadt einhergehen, kann sie – die urbane Gemütlichkeit – keinen Beitrag leisten.

Die Künstler Jonathan McNaughton und Steffen Volmer thematisieren mit ihren Werken den Umgang mit Symbolen im öffentlichen Raum. Kissen und Sofa imitieren lediglich eine Empfindung. Der Kunstrasen führt dazu das Artifi zielle unserer urbanen Erholungsarchitektur vor Augen. Beide Werke sind so Zeichen für den fehlenden Freiraum in unserer städtischen Umgebung, der erst durch die Möglichkeit von individuellem Handeln zum Ruheort wird und nicht durch eine künstliche Oberfläche, die lediglich simuliert.

2011: Hey! - Die Kunst-Box für Chemnitz

 
Im Sommer 2010 tauchten in Chemnitz Plakate des norwegischen Künstlers Lars Ramberg mit dem Schriftzug „Wenn die Stadt Chemnitz nicht sofort in neue Kunst investiert wird sie bald sterben“ im Rahmen des Projektes „Stadt einrichten – Stadt berichten – Stadt ausrichten“ auf. Wir sind der Meinung, dass es zu einfach ist, die Verantwortung an andere zu delegieren. Sollten wir uns nicht selbst darum kümmern, Künstler zu fördern und junge Menschen für Kunst zu interessieren? Die Jungen Kunstfreunde widmeten ihre Aufmerksamkeit in den vergangenen Jahren vor allem letzterem Punkt. In Zukunft möchten wir uns aktiv an der Förderung junger Chemnitzer Künstler beteiligen und damit Verantwortung übernehmen, einen Beitrag für die Kunst in unserer Stadt zu leisten.
 
Wir haben den renommierten Künstler Frank Maibier und den aufstrebenden Fotografen Frank Müller zusammengebracht. Beide Künstler schaffen gemeinsam eine Komposition mit der zentralen Idee, Lebensräume, Bewegungen und Momente im Leben junger Menschen im Augenblick ihres Geschehens einzufangen und erlebbar zu machen. Es entstehen Fotografien und Papierarbeiten, die in einer Box (A3) veröffentlicht werden. Die Box enthält außerdem einen MP3-Player, der die visuellen Arbeiten um eine hörbare Dimension erweitert, so dass der Betrachter vollständig in den festgehaltenen Moment eintauchen kann. Auf diesem Weg wird er von einem Text der Kunsthistorikerin Anja Richter (Kunstsammlungen Chemnitz) begleitet.

 

Frank Maibier Künstler :: Chemnitz
Frank Müller Künstler :: Chemnitz
Anja Richter Kunsthistorikerin :: Chemnitz
Ingrid Trommer Fertigung der Box :: Königshain-Wiederau

 

Die handgefertigte Box erschien in einer Auflage von 35 Stück. Sichert Euch Euer Exemplar und setzt damit ein Zeichen für junge Kunst in Chemnitz!